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Wenn Trennung schmerzt...

 

Wenn man selbst schon eine Trennung hinter sich hat…
Meine Tochter sagte mir letztens bei der Verabschiedung, als sie bei mir auf dem Arm war, dass sie mich manchmal richtig doll vermisst und dann auch traurig ist. Ich sagte ihr nach diesen sehr ehrlichen Worten, dass ich sie auch vermiss und wir das zusammen schaffen können. Ich konnte an ihrer Reaktion merken, dass sie es verstanden hat. Zumindest habe ich in ihr, in dem Moment, keine traurigen Schwingungen mehr empfunden. Natürlich weiß ich, dass es für sie, alles andere als einfach ist. Es ist aber wichtig, dass sie diese Gefühle ausspricht. Am wichtigsten ist es natürlich für sie, aber auch für uns als Eltern. Vater werden ist „einfach“, aber Vater bleiben ist schwieriger. Es sind Gefühle im Spiel, wie überall auf der Welt, in jeder Gesellschaftlichen Schicht zu finden sind. Auch für uns als Elternteil ist es wichtig darüber zu sprechen. Man sollte in der Lage sein, liebe zu zulassen. Auch wenn es schmerzt, ist es eine Art von Verarbeitung. Es ist immer eine Intime und gefühlvolle Situation. Manchmal wird man von diesen Gefühlen mit voller Breitseite erwischt. Dann möchte ich Trost und Zuversicht zurückgeben. Ich erinnere mich gerne an gewisse Situationen, mit meiner Tochter zurück. Spaziergänge mit supercoolen Unterhaltungen. Der Spaß den man mit seinem Kind hat. Trotzdem schmerzt es sehr und das natürlich nicht nur bei mir.

 

Am Anfang habe ich über das eigene Versagen nachgedacht. Ich kann und möchte auch schreiben, dass es das nicht ist. Ich habe nicht versagt! Da gibt es viel Spielraum in der Interpretationsauslegung.

 

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere auch, an seine eigenen Situationen. Ob es in der Kindheit war, oder jetzt als Erwachsener. Wenn deine Eltern noch leben und du zu ihnen gehst, um über eine emotionalen Situation reden möchtest, dann tut dir dieses auch gut. Allein nur darüber zu reden, mit einem Menschen, mit dem du enger verbunden bist. Wenn du in deiner Kindheit auch eine Trennung deiner Eltern miterleben musstest, du dich an deine Gefühle erinnerst, so wirst du diese Gefühle deines Kindes auf jeden Fall verstehen.

 

Es ist eine schwierige Aufgabe für Vater und Kind. Es ist aber eine Machbare.

 

Ich kann und darf darüberschreiben, weil ich meinen leiblichen Vater bis zu meinen 20sten Lebensjahr nicht kennengelernt habe. Darüber hinaus bin ich mit fünf verschiedenen Männern aufgewachsen.

 

Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht?
Vielleicht hast Du auch Kinder die nicht mehr bei dir Wohnen?
Oder stehst Du auf der anderen Seite und bekommst mit, wie es deinem Kind zuhause beim Einschlafen geht?

 

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