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Teil 1 - Zweimal die MS Diagnose...

Ich habe gerade Feierabend. Es war so um 18 Uhr. Ich schau mich vor dem Betrieb um. Auf einmal, wie ein Schlag ins Gesicht, kann ich auf meinem linken Auge nicht mehr richtig sehen. Ein Seidentuch hat sich drübergelegt. Außerdem schwarze Punkte dazu. Was ist das? Stress? Ich habe wohl gerade Zuviel um die Ohren. Den nächsten Tag gehe ich zum Augenarzt. Natürlich mit ganz viel Wartezeit, weil ich keinen Termin hatte. 

 

 "Herr Franzen, an Ihrem Auge kann ich nichts erkennen. Wir müssen hinter Ihrem Auge sehen. Gehen Sie bitte zu einem Neurologen."

Da ich ein paar Monate vorher schon bei einem war, habe ich genau diesen wieder aufgesucht. Damals hatte ich eine Nervenreaktion auf der Kopfhaut. Sobald wenn ich meine Haarspitzen berührt hatte tat es mir in dem Bereich auf den Kopf weh. 
Hier durfte ich zu diesem Zeitpunkt aber, ich mein es waren 3 Wochen, auf einem Termin warten. 
Der Termin beim MRT hatte er aber kurzfristig per Anruf machen können. Ab dem Zeitpunkt war mir klar, hier stimmt was nicht! Normalerweise wartet man ewig auf solche speziellen Behandlungen. 
Beim Radiologen...
Der Radiologe beim MRT hatte mir die Bilder danach gezeigt und hatte mir auch etwas dazu gesagt. Eine Diagnose könnte und durfte er mir nicht geben. 
Zurück beim Neurologen...
"Herr Franzen, sie haben eine MS. Wissen Sie was das heißt... Multiple Sklerose!" 
Dann haben wir uns noch ein paar Minuten darüber unterhalten. 
Das war mein erster vom zweiwöchigen Urlaubstag 2018. 
In diesen zwei Wochen bin ich viel viiiieeel spazieren gegangen. Ich hatte viel nachgedacht. Hatte mich im Internet schlau gelesen. Ich meine aber nicht die negativen Stimmen im Netzt. Naja diese „Typischen“ Berichte... MS=Rollstuhl und so. Reine Informationen über die Krankheit, Behandlung und so weiter. 
Mit meinem Neurologen bin ich beim folge Termin so verblieben, dass ich keine Therapie möchte. Keine Medikamente! Warum fragst Du dich jetzt bestimmt... Das werde ich an anderer Stelle noch beschreiben.
Mit meinem Auge wurde es auch nach und nach besser. 
Das alles war im März.
Im Juni wollte ich meine Diagnose dann Schwarz auf Weiß haben.
Für Behörden braucht man halt was in der Hand.
Beim nächsten Termin sprach ich dieses mit meinem Neurologen ab. Eine Lumbal Punktion... 
dabei wird Dir mit einer speziellen Spritze Nervenflüssigkeit aus dem Rückenmark genommen. ( Auch hierzu mehr an anderer Stelle. )
Wieder eine Woche später kam das Ergebnis. 
Mein Neurologe war etwas verwundert, da er mir die Diagnose die ich von ihm bekommen hatte, nicht bestätigen konnte.
Es wäre zwar etwas unklar, aber eine MS musste er ausschließen. 
Somit konnte ich ab dem Zeitpunkt ein zweites Geburtstag einplanen.
Natürlich waren alle mehr als tierisch froh, dass ich nicht mehr krank bin! 
Ich konnte mich somit wieder auf mein „normales“ leben konzentrieren. Die Karriereleiter wieder suchen und so weiter... Frei nach dem Motto, jetzt erst recht. 
Warum ich jetzt doch Multiple Sklerose habe und warum mich die erneute Diagnose noch mehr zu Boden gerissen hatte erfahrt ihr bald hier... 

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