· 

Wie gehe ich mit meiner Multiple Sklerose um?

Fangen wir mal mit der Angst an…

 

Natürlich habe ich auch Ängste. Ich denke, dass ist auch Normal.
Diese Ängste sind auch nicht zu knapp. Wenn ich manchmal so am grübeln bin, kommen mir schon Fragen auf wie z.B.:

 

Was passiert als nächstes? 

Wann kommt der nächste Schub?

Werde ich lange so leben können, wie mein derzeitige Zustand gerade ist? 

Wird meine Familie mich später auch unterstützen und noch lieben? 

Wie lange kann ich noch mein Beruf nachgehen? Was passiert danach? 

Wenn ich Arbeitslos werde, kann ich dann noch meine Unterhaltspflicht nachkommen?

Wieviel Zeit habe ich noch um Reisen zu gehen, um mir die Welt anzuschauen. 

Wie lange kann ich auch mit meinem Freund MS Glücklich sein?

 

Also Ihr seht schon, auch ich habe Sorgen und weiß noch nicht ganz genau wohin meine Reise geht.

 

Das kann ich ja auch nicht so genau wissen, da ich nicht weiß, wann die MS wieder spürbar aktiv wird. 

Ich denke, es gibt immer Mittel und Wege.

Es ist nur wichtig das Beste daraus zu machen. 

 

Und wie bleibst Du immer so Positiv?

 

Das mag jetzt komisch klingen, aber ich freue mich, dass es mir so geht wie es mir jetzt geht.  

Ich bin noch am Anfang von allem… 

Natürlich habe ich auch geflucht wie ein Rohrspatz, weil mein Auge nicht mehr so wollte wie ich.

Oder das mir manchmal einfache Worte nicht sofort einfallen, oder dass ich Vergesslich geworden bin.
Die Schwindelgefühle die kommen wann sie wollen.

Das es sich in meinem Kopf anfühlt als wenn dort ein Schwamm ist.

Natürlich wurmt mich das. Und wenn es mir besser geht, dann wird das auch schon wieder besser werden. 

 

Ich möchte an dieser Stelle auch sagen, dass es keine schlechtere oder bessere Krankheit gibt.

Egal welche Krankheit es ist!

 

Auch wenn mal einer Sagt, „Du musst das positiv sehen“… Nein muss ich nicht! Aber ich mach es, weil es mein Leben einfacher macht. Warum soll ich als Miese Peter, es mir und meinen Mitmenschen schlechter machen als es ist? 

 

Ich freue mich über den Kaffee den ich trinken werde. Und das ist viel schöner als den Kaffee zu trinken, der nicht schmeckt, weil ich von vornerein negativ eingestellt bin. 

Vielleicht kommt hier auch wieder das Bewusstsein zum Tragen… Weil wenn ich bewusst den Kaffee trinke, ist er leckerer, als der den ich nebenbei runterschlürfe… 

 

Manchmal wenn ich hier in Bremen durch die Stadt fahre und mir die Business Menschen anschaue, frage ich mich schon… Das hättest Du sein können. Aber die **** Krankheit! 
Ja und! Ich habe zwei schöne und gesunde Kinder.

Vielleicht kann ja einer von den Schlipsträgern keine bekommen?

Ich gehe jetzt viel bewusster durch das Leben. Für ein „Danke MS“ bin ich jetzt nicht bereit, aber ihr seht schon, worauf ich hinaus möchte… 

 

Denkt Ihr ähnlich? 

Was kamen euch für Fragen auf?

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0